Julia · 18. November 2019 · Tipps

WhatsApp-Newsletter: Was sind die Alternativen für Unternehmen?

WhatsApp Newsletter

Der Traum eines jeden Unternehmens ist es, permanent mit seinen Kunden in Verbindung zu stehen. Daher haben über die letzten Jahre hinweg immer mehr Firmen den Messenger WhatsApp dazu genutzt, um ihre Newsletter direkt auf das Smartphone ihrer Kunden zu senden. Doch ab dem 7. Dezember 2019 ist jetzt Schluss damit. Warum? Und welche Alternativen zum WhatsApp-Newsletter gibt es für Unternehmen? Rapidmail verrät es Ihnen!


Inhaltsverzeichnis


Newsletter-Marketing über WhatsApp

Zahlreiche Firmen aus den verschiedensten Branchen haben bereits vor Jahren den WhatsApp-Newsletter für sich entdeckt. Das Prinzip dahinter ist simpel: Kunden können sich gegen Angabe ihrer Handynummer alle möglichen Newsletter auf ihr Smartphone schicken lassen. So bleibt ihr E-Mail-Postfach schön übersichtlich und sie können noch auf dem Weg zur Arbeit die neuesten Black Friday-Angebote abchecken. Und das sogar parallel zum WhatsApp-Morgenplausch mit den Liebsten. 

Toll! – haben sich da viele Unternehmen gedacht und sind direkt auf den WhatsApp-Newsletter-Zug aufgesprungen. Denn nicht nur für Onlineshops ist WhatsApp eine praktische Plattform, die ergänzend zum klassischen E-Mail-Marketing genutzt wird. Neben Rabatt-Newslettern können zum Beispiel Kundenfragen schnell und einfach beantwortet und Versandbestätigungen übermittelt werden. Auch in anderen Branchen liegt der WhatsApp-Newsletter hoch im Rennen. So können beispielsweise Restaurants hungrige Arbeiter schon vor der Mittagspause mit einem Foto vom aktuellen Tagesgericht zu sich locken. Und kommt der Arbeiter erst gar nicht aus der Pause zurück, liegt das vielleicht daran, dass er das Last minute-Angebot aus der WhatsApp-Nachricht des Reisebüro seines Vertrauens sehr wörtlich genommen hat.

Aus Kundensicht betrachtet hat diese Art von Unternehmenskontakt den Vorteil, dass alles in einem Aufwasch, ohne großen Aufwand und in einer einzigen App erledigt werden kann. Während der neuste Klatsch und Tratsch in der WhatsApp-Mädelsgruppe ausgetauscht wird, kann gleichzeitig in Echtzeit mitverfolgt werden, wie sich das heiß ersehnte und kürzlich erworbene T-Shirt endlich der eigenen Haustür nähert. 

Hinter der Kundenkommunikation per WhatsApp stecken übrigens selten „echte“ Menschen. Stattdessen übernimmt das meist ein sogenannter Chatbot, der auch sehr anspruchsvollen Kunden mit einer Engelsgeduld und einem Lächeln auf der Roboterlippe mit Rat und Tat zur Seite steht.


Verbot der WhatsApp-Nutzung zu kommerziellen Zwecken

Dann kam der große Schock für die all die Unternehmen, die Zeit und Ressourcen in ihr WhatsApp-Newsletter-Marketing investiert haben: Mitte diesen Jahres verkündete der Messaging-Dienst offiziell in einer FAQ, dass das Versenden von kommerziellen Newslettern über die App ab dem 7. Dezember 2019 nicht mehr gestattet ist. Ab diesem Zeitpunkt müssen Firmen, die trotz Verbot fleißig weiter WhatsApp-Newsletter schicken, mit einer Account-Sperrung oder sogar juristischen Konsequenzen rechnen. WhatsApp gibt an, fortan verstärkt daran zu arbeiten, Firmenkonten zu identifizieren, die versuchen, sich über das Verbot hinwegzusetzen. In diesen Fällen droht der Messenger-Dienst damit, rechtliche Schritte einzuleiten. Bereits zuvor befand sich die beliebt gewordene Unternehmenspraxis lediglich in einer rechtlichen Grauzone, die von den Firmen clever ausgenutzt wurde.

WhatsApp begründete seine Entscheidung damit, dass der kommerzielle Massenversand von Nachrichten über die Anwendung gestoppt werden soll. Vielmehr soll wieder die private Kommunikation wieder im Vordergrund stehen und Nutzer vor Missbrauch geschützt werden.


Alternativen zum WhatsApp-Newsletter

WhatsApp Business

Damit die betroffenen Firmen nicht alles komplett umwerfen müssen, weist der Messaging-Dienst auf seine speziell für Messenger-Marketing entwickelten Tools hin. Die WhatsApp Business App soll vor allem Kleinunternehmen bei der Verwaltung ihrer Kundenkommunikation helfen, wohingegen sich die WhatsApp Business API an mittelständige und große Firmen richtet, die über den Messenger mit ihren internationalen Kunden in Kontakt treten möchten. 

ABER: WhatsApp macht in der Meldung ausdrücklich darauf aufmerksam, dass auch diese beiden Tools nicht für den Massenversand oder automatisierte Nachrichten an Kunden verwendet werden dürfen. Beides steht in Widerspruch mit den auf der Website aufgeführten Nutzungsbedingungen.  

Alternativenübersicht für den Newsletterversand

AlternativlösungVorteileNachteile
WhatsApp Business (API)
  • Weiterverwendung der WhatsApp-Empfängerlisten
  • Beliebtester Messenger in Deutschland
  • Unterbindung von breitflächigem Newsletterversand und automatisierten Nachrichten an Kunden
Facebook Messenger
  • Zweitbeliebtester Messenger in Deutschland
  • Als Unternehmen Bewerbung für den Dienst nötig
  • Keine Werbeinhalte gestattet
  • Einschränkungen für den Massenversand von Newslettern ab dem 15.01.2020: Versand nur noch offiziell registrierten Medienfirmen gestattet
Telegram
  • Guter Ruf in Sachen Datenschutz und Sicherheit
  • Etwa 250.000 Millionen aktive User weltweit
  • Bisher keine weite Verbreitung in Deutschland (ca. 5 Millionen User)
Notify
  • Kostenlose News-Channels
  • Keine integrierte Werbung
  • Push-Benachrichtigung mit kurzem Begleittext
  • Punktet im Datenschutz
  • Derzeit niedrige Useranzahl (ca. 100.000 User)
Klassischer E-Mail-Newsletter bei rapidmail
  • Installation der App des E-Mail-Anbieters nötig für direkten Newsletterzugriff auf dem Smartphone

Fazit

Die aufgelisteten Messenger-Dienste stellen auf jeden Fall gute und sinnvolle Alternativen zum bisherigen WhatsApp-Newsletter dar. Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass der wachsende Trend zum Messenger-Marketing über diverse Anwendungen nicht bedeutet, dass ab jetzt alle Unternehmen auf die klassischen E-Mail-Newsletter verzichten sollten. Vielmehr stellen Messenger-Newsletter eine geeignete Lösung dar, die den klassischen Newsletter per Mail komplementieren. Denn die meisten der wichtigen und innovativen Funktionen, die Softwares für E-Mail-Newsletter bieten, sind bisher noch nicht für Messenger-Newsletter verfügbar. Und mal ganz ehrlich, wer erhält denn seine Mails heute noch nicht über sein Smartphone?

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